Claudia Müller, die das Nordwald-Zendo vor mehr als fünf Jahren mit gegründet hat, ist am 21.1. um 10 Uhr verstorben. Wir bitten darum, ihrer im Gebet und in der Meditation zu gedenken.

Während des Lockdown gibt es zusätzliche Online-Angebote. Wir experimentieren, was sich bewährt.

Zunächst werden im Wechsel (jeweils am Sonntag) ganztägige Online-Zazenkai und halbtägige Zazenkai mit Zen-Gesprächen am Vormittag angeboten. Für die Zen-Gespräche: Bitte ganz normal anmelden, in unserem Kursbereich. Das ist notwendig, weil wir für diese Gespräche die Teilnehmerzahl stark begrenzen.

Die Online-Zazenkai werden jeweils im Bereich der Live-Meditation angekündigt und beschrieben. Dazu ist keine Anmeldung notwendig.

Nordwald-Zendo Live:

Wir laden dazu ein, mit uns zu meditieren, täglich 7:00 Uhr und 19:00 Uhr.

https://nordwaldzendo.de/live

Ein Interview mit Stefan Bauberger, gesendet bei DLF Kultur:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/jesuit-zen-meister-stefan-bauberger-jesus-und-buddha.970.de.html?dram:article_id=489030

Blick aus dem Fenster:

Blick aus dem Fenster

Aktuelle Hinweise zum Lockdown (16.2.)

Die Zahlen gehen zurück, das ist wahr. Genauso wahr ist aber, dass die Inzidenzzahlen einiger Virusmutationen, insbesondere der britischen (B.1.1.7) exponentiell ansteigen. Sie werden, wenn kein Wunder geschieht, schon im Februar oder spätestens im März das Infektionsgeschehen dominieren, womit die Zahlen wieder stark (exponentiell) ansteigen werden, wenn keine zusätzlichen Maßnahmen (mehr Testen oder noch stärkere Kontaktbeschränkungen) ergriffen werden.

Es gibt grob eingeteilt drei Szenarien:

1. Viele Politiker und auch viele Journalisten plädieren für Lockerungen. Wenn  dieses Szenario kommt, dann helfen ab April nur noch ganz harte Beschränkungen bis die Impfungen greifen. - Oder es gibt viele Tote. Beides ist nicht lustig.

2. Einfach eine bleibende Verschärfung der Kontaktbeschränkungen, so dass die Zahlen stabil bleiben, bis genügend geimpft ist. Auch das ist nicht lustig.

Also das dritte!:

3. Die Empfehlung vieler Wissenschaftler: Gleich jetzt kurz und hart beschränken, und nach ein paar Wochen weichere Beschränkungen konsequenter überwachen und durch viele, viele Test flankieren. Dann würde zum Beispiel jede/jeder, die/der zu uns kommt, vorher mindestens einen Schnelltest machen, und auch während eines Kurses vorsichtshalber nochmal.

Allgemeine Hinweise zur Pandemie und zum Lockdown

Verschiedentlich werde ich für meine Stellungnahmen zum Lockdown kritisiert und das gibt mir eine gute Gelegenheit zur Klarstellung:

1. Ohne Kontaktbeschränkungen wachsen die Infektionszahlen - insbesondere in den kalten Monaten - so stark, dass nicht nur das Gesundheitssystem überfordert wird, sondern dass es auch ein massenhaftes Sterben geben wird. Das folgt aus dem exponentiellen Wachstum der Infektionszahlen. Dabei sterben viele Betroffene nicht friedlich, sondern sie ersticken langsam und qualvoll. Das ist Stand der Wissenschaft (Link). Abweichende Einzelerfahrungen ("in meinem Bekanntenkreis ...") und abweichende Meinungen von einzelnen Ärzten und Wissenschaftlern sind im "Normalbetrieb" sehr wertvoll, weil die Wissenschaft keinen dogmatischen Geltungsanspruch hat. In der gegenwärtigen Situation ist aber nichts normal, weil es um den möglichen Tod von Hundertausenden geht. Angesichts dieser Verantwortung ist alles entweder dumm oder zynisch, was sich nicht an dem orientiert, was die Mehrheit der kompetenten Wissenschaftler für wahrscheinlich hält.

2. Wenn Beschränkungen notwendig sind, dann haben harte Beschränkungen nicht nur einen lebensrettenden Effekt für ansonsten Erkrankte, sondern sie haben auch weniger soziale Kosten, weil sie zeitlich besser begrenzt werden können. Im Idealfall (den andere Länder verwirklicht haben) werden die Infektionsraten so stark gedrückt, dass alle Kontakte nachverfolgt werden können, und das soziale Leben kann zum großen Teil wieder aufgenommen werden. Das setzt allerdings eine sehr große Disziplin aller voraus.

3. Wir wurden schon gefragt, ob wir nicht auch eine Ausnahmegenehmigung für unseren Betrieb einholen können, wie andere Meditationszentren, die im November trotz Lockdown geöffnet hatten. Angesichts der obigen Argumente ist die Suche nach solchen Schlupflöchern zwar gut gemeint, aber genauso asozial wie das Nichteinhalten der Regeln durch schlaue Mitbürger mit dem Argument, dass ja wahrscheinlich nichts passieren wird. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit in fast jedem Einzelfall gering ist, führt dieses Verhalten im Großen dazu, dass Menschen sterben und dass der Lockdown länger dauern wird. - Zum Zenleben gehört es, sich nicht selbst zu belügen.

4. Ich sage denen einen ganz großen Dank, die uns in dieser Situation durch ihre Spenden großzügig unterstützen. Die Zeit wird kommen, dass Ihr wieder kommen könnt! Und dann umso mehr!

Stefan Bauberger

Konkret zum Lockdown

Mindestens bis 10. Januar entfallen alle Kurse. Wir müssen davon ausgehen, dass auch alle weiteren Kurse bis Mai oder Juni auf der Kippe stehen.

Falls wir weitermachen können, müsst Ihr Euch auf folgende Einschränkungen einstellen:

  • Keine Anreise mit Erkältungssymptomen.
  • Auch mit reduzierter Teilnehmerzahl wird die Meditation (mit Ausnahme von Einführungskursen) verteilt auf zwei Räume.
  • Maskenpflicht im Haus, außer, wenn der eigene Platz im Meditationsraum oder Speisesaal eingenommen wurde.
  • Sehr viel lüften, auch Dauerlüftung im Meditationsraum und Speisesaal. Nur wenn Ihr mit Kälte und Zugluft während der Meditation und im Speisesaal umgehen könnt, könnt ihr an Kursen teilnehmen.
Eine technische Bemerkung über das gründliche Lüften: Wir kontrollieren die Qualität des Lüftens mit CO2-Messgeräten. Unsere Vorgabe ist, mindestens 90% der Zeit unter dem Wert von 600 ppm zu bleiben und bei 700 ppm die Meditation abzubrechen, um zu lüften. Mit 600 ppm CO2 ist weniger als 0,5% der Luft ausgeatmete Luft. Zur Veranschaulichung: Ein einzelner Mensch in einem 20 qm großen Raum mit normaler Höhe überschreitet diesen Wert nach etwa einer halben Stunde, wenn es keinen Luftaustausch gibt.

Zen-Klarstellungen

Neu: Was ist Befreiung, was ist Erlösung?

Das neue Buch von Stefan Bauberger : GLÜCK OHNE RATGEBER



Impressum und Kontakt:

Das Nordwaldzendo wird vom eingetragenen, gemeinnützigen Verein Herzgrund-Sangha e.V. getragen.
Anschrift: Nordwaldzendo, Flanitzhütte 1, 94518 Spiegelau
Telefon: 09926-7650024 (aus Deutschland).
Email: info@nordwaldzendo.de
Der Verein Herzgrund-Sangha e.V. ist eingetragen bei: Amtsgericht München VR 203335
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Hinweise zur Prävention gegen Missbrauch hier.

Letzte Aktualisierung: 02.06.2020